Sport

41. Ötztaler Radmarathon

Wenn der Traum Wirklichkeit wird


(Quelle: Rudi Wyhlidal-Ötztal)
GDN - Um 227 Kilometer über vier anspruchsvolle Alpenpässe des Ötztaler Radmarathons zu überwinden, sind Disziplin und Motivation gefragt. Aber auch ein bisschen Verrücktheit und Sturheit zählen zu den geschätzten Eigenschaften.
Immerhin gilt es, Temperaturunterschieden von bis zu 35 Grad zu trotzen. Denn die alpinen Passagen Kühtai, Brennerpass, Jaufenpass und Timmelsjoch mit 5.500 Höhenmetern zwischen Berg und Tal erfordern kühlen Kopf und langen Atem. Von den rund 15.000 Anmeldungen aus 32 Nationen ergattern jedes Jahr 4.000 BewerberInnen eine Startplatzierung und somit die Chance, sich den Traum vom Mythos „Ötztaler“ zu erfüllen.
TeilnehmerInnen in Vorbereitung
Wenn die Startaufstellung ausgelost wird, steigt die Vorfreude auf das Rennen. Als sportlicher Höhepunkt in der Hobby-Rennradszene bedarf der Ötztaler Radmarathon monatelanger Vorbereitung: sowohl aus physischer als auch mentaler Sicht. Denn allein der Anstieg zum Timmelsjoch fordert 1.750 Höhenmeter am Stück und zehrt langsam, aber sicher an den Energiereserven der FahrerInnen. Umso grandioser ist die anschließende Ankunft in der Zielgeraden, wenn der letzte Pass zurückliegt und die AthletInnen jubelnd empfangen werden. „Die Freude der SportlerInnen ist für uns die größte Belohnung. Sie bestärkt uns bei der Organisation der Veranstaltung.
Besonders die enge Zusammenarbeit mit unseren PartnerInnen und das Vertrauen der TeilnehmerInnen zahlen in einen reibungslosen Ablauf des Events ein und vollenden den Mythos ,Ötztaler‘“, beschreibt Dominic Kuen, OK-Chef des Ötztaler Radmarathons. Der radsportinteressierte Geschäftsführer des Ötztal Tourismus, Oliver Schwarz, meinte dazu: „Die Destination Ötztal ist prädestiniert für Zweirad-Enthusiasten. Von der Bike-Republic Sölden über den 57 Kilometer langen Ötztal Radweg bis hin zum Ötztaler Radmarathon, der das Angebot im Straßensport bereichert. Wahrgenommen wird dieses aber nicht nur von Hobbysportlern, sondern auch von den Profis unseres Partners BORA-hansgrohe. So ist für alle Radfans etwas dabei.“
Die besten Spots für das Rennen
Die Faszination Ötztaler reißt nicht nur RennradfahrerInnen in ihren Bann, sondern ist auch für Familien und Fans überaus sehenswert. Entlang der Distanz über 227 Kilometer gibt es einige Stellen für den besonders guten Einblick ins Geschehen: Allen voran natürlich der Start des Rennens in Sölden, wenn sich der Tross in Bewegung setzt. Daraufhin bietet das Kühtai mit den anfänglichen Höhenmetern ein perfektes Warm-up und verrät bereits erste Favoriten. Die Route verläuft heuer am Sellrain über Grinzens und Axams nach Kematen und Völs weiter nach Innsbruck, passiert die Egger-Lienz-Straße bis zur Grassmayr-Kreuzung, bevor der Anstieg weiter in Richtung Brenner verläuft.
Dieser Streckenabschnitt wird durch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel besonders gerne von Radsportinteressierten aus dem Raum Innsbruck besucht. Wer den anspruchsvollsten Abschnitt des „Ötztalers“ live miterleben will, positioniert sich auf der Hochalpenstraße Timmelsjoch, von Italienern auch liebevoll „il mostro“, das Monster, genannt. Zu guter Letzt präsentiert die Zielgerade große Eindrücke von hart erkämpften Höhenmetern und Emotionen in der Zuschauermenge. Allen, die zum Zeitpunkt des Rennens nicht vor Ort sein können, wird die Möglichkeit geboten, den Rennverlauf bequem online mitzuverfolgen. Die Live-Übertragung wird unter www.oetztaler-radmarathon.com/livestream ausgestrahlt.
Die Strecke
Start in Sölden um 6:30 Uhr. Meist bergab bis Oetz (800 m). Dann hinauf aufs Kühtai (2.020 m). Abfahrt bis Sellrain über Grinzens und Axams nach Kematen und weiter Richtung Innsbruck (600 m). Bergauf bis zum Brennerpass (1.377 m). Kurz verschnaufen und hinunter nach Sterzing (960 m). Hier leichte Anpassung der Route. Schön gleichmäßig hinauf auf den Jaufenpass (2.090 m). Vorsichtig abfahren nach St. Leonhard im Passeiertal (700 m) und dann das große Finale bis zum Timmelsjoch (2.474 m). Traumziel: Sölden (1.377 m).
Die Bergpassagen
Warm-up Oetz – Kühtai: 18,5 km; 1200 Höhenmeter; Labestation bei Gesamtkilometer 51; Haushalten Innsbruck – Brenner: 39 km; 777 Höhenmeter; Labestation bei Gesamtkilometer 127; Antasten Sterzing – Jaufenpass: 15,5 km; 1130 Höhenmeter; Labestation bei Gesamtkilometer 161; Schicksalsberg St. Leonhard – Timmelsjoch 28,7 km; 1724 Höhenmeter; Labestationen bei Gesamtkilometer 201 und 209.
Pressetexte und Zitate Ötztal Tourismus
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